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Thailand, Reisefotografie - Tempelanlage in Nordthailand

Fotocommunity plus Magazin

Im Jahr 2008 sind wir das erste mal nach Thailand gereist und sind mit einer wunderschönen Auswahl ganz besonderer Bilder nach Hause gekommen. Über die Fotocommunity, eine Fotografieplattform sind wir darauf aufmerksam geworden, dass es nun auch zum Webauftritt ein Printmagazin gibt. Wir haben eine Auswahl der Bilder beim Magazin eingereicht und im September 2009 wurde die Fotoserie vom Fotocommunity plus Magazin veröffentlicht.

Den Beitrag können Sie nun auch hier lesen:

Thailand habe ich als Tourist besucht – nicht als Fotograf. Die Fotos sind also Ausdruck meiner ganz subjektiven Sicht auf dieses besondere Land, dessen Faszination sich zu großen Teilen aus den Menschen speist. Und natürlich aus der wundervollen Natur und dem Zauber, der alles miteinander verbindet in diesem Land, das so sehr auf den Tourismus angewiesen ist. Und das der Besucher zugleich vor den Auswirkungen des Tourismus beschützen möchte.
Die Menschen sind herzlich und offen und haben ihre ganz eigene Mentalität, mit ihren Mitmenschen umzugehen. Und natürlich ist das Land geprägt, von der Allgegenwart des Buddhismus. Die Thailänder gehen, ganz im Gegenteil zu uns Europäern, natürlich mit ihrem Glauben um. So verbinden sich Orte des Glaubens mit touristischen Sehenswürdigkeiten. Es gibt unberührte Natur zu entdecken und moderne Großstädte, die als Zentren der Moderne alle Facetten von Handy bis Sportwagen aber eben auch die Verlierer des wirtschaftlichen Aufschwungs mit sich bringen.
In diesem Spannungsfeld, in diesen besonderen Augenblicken der Begegnung mit Land, Menschen und Natur, sind meine Thailandbilder entstanden – mein ganz persönlicher Blick auf dieses faszinierende Land.


(Bild 1)
Wie so viele habe auch ich als Kind schon den Klassiker „Die Brücke am Quai“ mit Alec Guiness und William Holden gesehen. Die Story: Ein britischer Offizier überwacht als Gefangener den Bau einer Brücke für Japans Armee und die Europäer haben nur ein Ziel – das Projekt Brückenbau zu sabotieren. Entlang des River Quai verläuft noch heute die so genannte Todestrecke, ein Zug, den Einheimische und Touristen gleichermaßen nutzen. Auch ich habe mir diese Zugfahrt entlang einer faszinierenden Landschaft nicht entgehen lassen. Aber auch meine Begleiterin und ich haben eine gewisse Faszination ausgeübt – jedenfalls auf das kleine Mädchen, das mit uns im Abteil saß. Immer wieder hat sie den Kopf über die Rückenlehne gestreckt und uns, meine Kamera mit Tele oder meine vielen Ringe, die ich an den Fingern trage, gebannt angeschaut. Wenn wir sie angesprochen haben, hat sie sich hinter die Lehne zurückgezogen und sich an ihren Vater gekuschelt, um kurze Zeit später wieder über die Lehne hinweg zu uns zu schauen. Immer wieder, während der halbstündigen Fahrt.

(Bild 2)
Dieses Foto könnte man mit dem Titel „Zimmer mit Aussicht – und Geckos“ überschreiben. Es ist von der Terrasse eines Hausbootes aufgenommen, in dem ein Hotel untergebracht ist. In den Zimmern gab es eine Glühbirne und einen Ventilator – aber keine Klimaanlage oder Fernsehen. Dafür reichte die Kraft des Stromaggregats nicht aus. Um halb fünf am Morgen hatten wir diesen atemberaubenden Blick auf den aus der Nacht und dem Nebel auftauchenden Dschungel. Nach zehn Minuten hatte die Sonne den Nebel bereits vertrieben. Neben diesem grandiosen Blick auf diese Facette Thailands hat uns die Nacht auf dem Hausboot den Besuch von rund einem Dutzend Geckos und endlos viele Moskitostiche beschert.

(Bild 3)
Bangkok – einer der zahllosen Tempel. Im Außenbereich befinden sich diese zehn absolut identischen Buddha-Figuren. Sie sind alle mit Blattgold beschlagen und tragen die gleichen Gewänder aus orangefarbenem Stoff. Die Ventilatoren versuchen die drückende Hitze, die auch hier in dem halb offenen Gang herrscht, ein wenig zu vertreiben. Im Hintergrund haben wir den Mönch entdeckt, der die Tempelanlage betreut. Seine Aufgabe besteht darin, die Gaben für den Tempel entgegen zu nehmen und die Predigten zu halten, die alle halbe Stunde stattfinden – im Freien, nur geschützt durch eine Art Zelt oder Pavillon. Ansonsten hat dieser Mönch sich die Zeit mit Fernsehen vertrieben. Auf einem riesigen Flachbildschirm stritten Menschen in einer der zahllosen Talkshows.

(Bild 4)
Aus Reportagen kennt man die „Schwimmenden Märkte“ von Damnoen Saduak. Aber in Realität haben sie noch eine ganz andere Wirkung. Kilometerweit reihen sich kleine Boote aneinander, von denen aus Frauen ein buntes Warensortiment verkaufen: Heuschrecken, Känguru, Gewürze und Andenken. Alles findet sich hier. Von Land aus tummeln sich die Touristen um die schwimmenden „Tante-Emma-Läden“, vom Wasser, von anderen Booten, aus, decken sich die Einheimischen mit Waren ein.
Wir haben darauf verzichtet, Heuschrecken zu probieren – aber an den scharfen Suppen wie der Tomian Suppe, haben wir uns probiert. Und Geschmack daran gefunden. Auch wenn man nach dem Verzehr zwei Kilo leichter ist, weil diese so schweißtreibend sind. Die Thailänder schwören darauf, dass der Verzehr scharfer Speisen, die Hitze besser erträglich macht ...

(Bild 5)
Hier folgt der Mönch, der die Aufsicht in einem Bangkoker Tempel hat, der Aufforderung: Mach den Pepsi-Test! Leben die Mönche ansonsten in frei gewählter Armut, so scheint Pepsi nicht gegen diesen Askese-Gedanken zu verstoßen. Und natürlich genießt der Mönch die Pepsi gekühlt – frisch aus der „Kühlbox“ in Form der blauen Tonne.
Die Dinge, wie Nahrung, Seife und Waschmittel, die die Mönche zum Leben benötigen, werden von den Besuchern der Tempel gespendet. An jedem Tempel kann man eine Art Care-Paket für den Mönch kaufen. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen dem Tempel zugute.

(Bild 6)
In Bangkok prallen die zwei Seiten des technologischen Fortschritts brutal aufeinander: Oben auf dem Steinpfosten bahnt sich die Hochbahn ihren Weg durch die verstopften Straßen der Metropole. Am Fuße der Steinpfosten leben diejenigen, an denen der neue Reichtum vorbeigegangen ist. Der alte Mann mit dem harfenähnlichen Instrument ist einer von Vielen.

(Bild 7)
Auf gut 200 Quadratmetern sitzen Menschen an offenen Feuerstellen und bereiten Zuckerrohr auf. Das Ergebnis: , ein alles umschließender Geruch nach Karamell, süß-scharfe Bonbons und eine schier unerträgliche Hitze, die offenbar nicht nur uns Menschen zu Schaffen gemacht hat ... das ist eines der letzten Fotos, das ich mit meiner Canon 5D geschossen habe. Nach dem Ausflug zu der Zuckerrohrfabrik hat die Kamera ihren Geist aufgegeben.

(Bild 8)
Einen Blick auf den Wettbewerb wagte eine der Frauen, die ihre Ware auf den „Schwimmenden Märkten“ von Damnoen Saduak feilbot. Als sie mich mit meiner Profikamera mit dem Teleobjektiv sah, erkundigte sie sich, für welches Magazin ich denn die Fotos mache. Als ich erwiderte, dass ich nur Urlaubsfotos mache, fragte sie höflich, ob sie einen Blick durch die Kamera werfen dürfe. Sie durfte, und betrachte die Frauen, die in rund 30 Metern Entfernung auf ihren Booten ihre Waren zubereiteten und verkauften.