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Archivierung der Foto-Daten

05.11.2011 - 09:21
verfasst von Poli Moutevelidis
Schlagwort: Archivierung

Immer wieder sind unsere Kunden erstaunt, wenn es darum geht wie lange und wie sorgfältig wir unsere Foto-Daten archivieren. In unserem Büro verwalten wir nämlich immer um die 8 bis 10 TB an Fotos von Kundenaufträgen und freien Projekten, dazu kommen digitale Negative also Negativscans unserer analogen Aufnahmen und auch das ein oder andere private Bild, was natürlich auch seinen Wert hat.

Wir arbeiten mit der Canon 1Ds Mark 3 und der 5 D Mark 2, daher handelt es sich hierbei um zwei ganz unterschiedliche Raw Formate, die auch auf unterschiedlichen Datenträgern gesichert werden, sodass eine einfache Zuordnung und Verwendung sowie die Durchsicht aller Bilder jederzeit über die für unterschiedliche Formate vorgesehenen Bildbetrachtungsprogramme möglich ist. Sollte man alle Bilder über die Adobe Bridge ansehen wollen, benötigt man entsprechende Plug-Ins, oder man arbeitet unmittelbar mit den Programmen, die Canon den Kameras beifügt, diese Programme haben zwar einen großen Arbeitsspielraum, bieten aber meiner Meinung nicht die Benutzerfreundlich der Adobe Bridge.

Bei der Archivierung von Raw-Daten unserer Kameras gehen wir folgendermaßen vor:
Wir legen zu erst bei all unseren Shootings feste Dateinamen fest, sodass ein Business-Shooting am 26. Januar wie folgt aussehen könnte.

2011 01 26 Business-Shooting Kundenname

Durch die exakte Dateibezeichung ist jederzeit eine leichte Zuordnung der Daten möglich, zudem ist das Auffinden solcher Daten über die Apple Spotlightsuche sehr einfach durch den Kundennamen, oder durch die Zuordnung des Fotoauftrags.

Die so gesicherte und archivierte Datei bleibt bis zur Vollständigen Bearbeitung aller Bilder auf unserem Arbeitsmac und wird regelmäßig durch die Timemachine gesichert, was den Verlust der Daten während des Foto-Workflow betrifft schon einmal fast unmöglich.
Sobald die Bearbeitung der Fotos dieses Shootings beendet ist geht das ganze dann bei uns ins Archiv, hierbei unterscheiden wir Aufnahmen unter anderem folgendermaßen:

Wir sichern die Fotodaten erst einmal im Oberbegriff über die jeweilige Kamera, mit dem die Bilder aufgenommen wurden.
Im Anschluss wird dann das Aufnahmejahr des Fotoauftrags festgelegt, in unserem Fall beispielsweise nun 2011, danach bestimmt man die Aufnahmeart, in diesem Fall also das Business-Fotoshooting, sodass dann folgende Kategorisierung vorliegt:

Canon 1Ds -> 2011 -> Business -> Kundenname

Wenn es jetzt um ein Dentalshooting ging könnte dies folgendermaßen aussehen

Canon 1Ds -> 2009 -> Dentalfotografie -> Praxis oder Zahnärzte

Auf der jeweiligen Backup Platte liegen also auf der Hauptoberfläche lediglich die beiden Kameraordner in den dann die jeweiligen Kategorien untergeordnet sind.
Die Unterscheidung der Kamera ist natürlich nicht in jedem Fall notwendig, in unserem Fall ist es allerdings wichtig, da wir mit mehreren Fotografen auf mehreren Hauptrechnern arbeiten, die alle auf die gleichen Backup-Daten zugreifen können müssen.

Wenn Sie Ihre Daten so gesichert haben, sollten Sie ebenso wie wir das tun, diese Fotos und Kundendaten natürlich auch einmal spiegeln, sodass Sie die Fotos der deinen Festplatte auch noch auf einer anderen gleichwertigen Platte ablegen können. Das Spiegeln der Daten rettet Sie eventuell vor unvorhersehbaren defekten einer Festplatte.
Für das Spiegeln der Festplatten und zur allgemeinen Archivierung könnten Sie beispielsweise ein Raid-System nutzen, die hier genutzten Datenmengen werden gespiegelt sodass Sie bei 3 TB Datenvolumen zwar nur 1,5 TB tatsächlich freie Fläche besitzen aber die maximale Sicherheit was Ihre Daten betrifft.

Ganz wichtig bei der Archivierung der Foto-Daten ist das Datenformat mit dem Sie das Archiv anlegen.
In unserem Fall arbeiten wir mit Raw-Daten, sodass wir verlustfrei archivieren können und auch jederzeit die digitalen Negative verändern und optimieren können, wenn Kunden wieder auf die alten Daten zugreifen müssen/wollen um beispielsweise noch einen Werbeflyer erstellen zu lassen, oder Ihre Businessfotos für eine neue Internetseite nutzen wollen. Egal zu welchem Zweck Sie wieder an die Daten müssen, das Format müssen Sie im Auge behalten. Sollten Sie nicht auf Raw zurückgreifen können, dann nutzen Sie wenn möglich das TIFF Format um Daten zu sichern und zu archivieren. Viele Fotografen arbeiten sogar im JPG Format bei der Aufnahme der Bilder, dies halte ich als Profi-Fotograf für die schlechteste Wahl bei der Aufnahme der Fotos beim Shooting. Das JPG Format ist wie der Name schon sagt ein bereits komprimiertes Foto, was zwar Speicherplatz spart, den Fotografen in seinem anschließenden Finish bei der Bildbearbeitung stark einschränkt und nicht viel Handlungsspielraum zulässt, sodass eine spätere Anpassung der Farbtemperatur, der Gradation und der Tonwerte nur noch in Photoshop auf dem eigentlichen Bild möglich ist.
Beim Raw arbeiten Sie dabei nur mit einem Negativ, was jederzeit wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt werden kann, ohne eine Fassung löschen zu müssen.

Haben Sie noch analoge Aufnahmen aus damaligen Zeiten ? Dann gehen Sie bei der Archivierung ebenso vor und sortieren Sie die Bilder in Mittelformat und Kleinbild.

In unserem Fall arbeiten wir analog mit einer Canon A1 Kleinbildkamera und einer Rollei SL 6006 Mittelformatkamera, sodass wir diese beiden Oberbegriffe an oberster Stelle unseres Ordnerbaums auf der Festplatte vorfinden.
Das digitalisieren übernimmt in unserem Fall ein Epson V700 Photo, den wir zum scannen von MIttelformataufnahmen, Kleinbildfilmen und Dias einsetzen.
Wir nutzen hierbei natürlich in aller Regel die höchsten Werte und archivieren unsere digitalen Analogbilder als TIFF um ein nahezu komprimierungsfreies Format zu nutzen.

Egal wie und was Sie archivieren wollen, achten Sie einmal auf die exakte Zuordnung und Sortierung Ihrer Bilder, achten Sie auf das Format und archivieren Sie sicher d.h. verwalten Sie jeden zu archivierenden Datenträger auch in einer gesiegelten Variante !!